Gespräche am Rheinsberger Musenhof – Theater: Beiträge des dritten Kolloquiums vom 3. und 4. Mai 2024 Herausgegeben für den Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V. von Detlef Fuchs
Die Beiträge des Kolloquiums sind online bei perspectivia.net frei verfügbar.
Gespräche am Rheinsberger Musenhof – Theater: Beiträge des ersten Kolloquiums vom 3. und 4. Mai 2024. Herausgegeben für den Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V. von Detlef Fuchs, in: Kulturgeschichte Preußens – Colloquien #12, 05/03/2026, DOI: https://perspectivia.net/publikationen/kultgep-colloquien/12.
Seit dem 1.2.2026 ist Philipp Henkelmann wissenschaftlicher Volontär beim RECS. Er wird zwei Jahre lang die Vorhaben des RECS begleiten und fördern.
Herr Henkelmann studierte Museumskunde an der HTW Berlin und Geschichte und Kultur der Wissenschaft und Technik an der Technischen Universität Berlin. Zudem absolvierte Herr Henkelmann eine Weiterbildung im Bereich Cloud Computing.
Das Thema seiner Masterarbeit war die seit ca. 1810 aufgelöste Sammlung der Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin (kurz GNF), deren Objekte in andere Sammlungen überführt wurden. Die GNF wurde als eine private Gelehrtenvereinigung 1773 gegründet und besteht bis heute an der FU Berlin weiter.
Museale Praxis erwarb Herr Henkelmann u.a. im Naturkundemuseum Berlin, dem Senckenberg Museum Frankfurt sowie zahlreichen Projekten im Rahmen seines Studiums.
Seine Interessen sind breitgefächert: Sie reichen von Naturwissenschaften über Geschichte zu Kultur in verschiedenen Facetten. Zur Zeit beschäftigt sich Herr Henkelmann u.a. mit hessischen/deutschen Hilfstruppen in Britischen Diensten, die im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg kämpften. Dies ist besonders interessant, weil beide Elternteile aus Nordhessen gebürtig sind, woher viele der Hilfstruppen stammten.
Die Kaffeeriecher. Nach einem Gemälde von Louis Katzenstein, aus: Die Gartenlaube, 1892, H. 8, S. 257. Commons: Gartenlaube (1892).
Für das WDR Zeitzeichen von Claudia Friedrich war das RECS Interviewpartner. In dem Beitrag erfährt man, aus welchen feinen Porzellantassen Friedrich der Große seinen Kaffee getrunken hat, welchen Job die sogenannten Kaffeeriecher im Auftrag des Königs verrichteten, warum Friedrich II. zwei Jahre nach dem privaten Röstverbot nachgab und den Kaffeepreis schließlich senkte.
Kaffee war zu der Zeit von Friedrich dem Großen ein Luxus-Trank. Genossen wurde er vom Adel, und aus Sicht des Königs sollte das auch so bleiben. Als sich das wohlriechende Elixier in Preußen immer mehr verbreitete, belegte der Herrscher die Bohnen mit hohen Einfuhrzöllen und Luxussteuern. Ab 1766 war die freie Kaffee-Einfuhr ganz verboten. Das ließ die Bevölkerung sich nicht gefallen. Der Schmuggel blühte – der Staat reagierte: Auf das Einfuhrverbot folgte 1781 das Röstverbot. Handel und Rösten lagen nun ganz in staatlicher Hand. Wer dagegen verstieß, musste empfindliche Geldstrafen bezahlen. Trotzdem stieg der Kaffeekonsum: Denn die Bestechungszahlungen an die Kontrolleure des Röstverbots waren höher als deren Provisionen.
Am 6.–7. November 2025 fand in Zusammenarbeit mit dem Brandenburg-Preußen-Museum Wustrau der von Ulrich van der Heyden (Bloemfontein) und Jürgen Luh (Potsdam) initiierte Workshop zum Thema „Preußen und die Sklaverei“ im Wustrauer Museum statt, an dem Christian Arpasi, Jürgen Becher, Matthias Donath, Richard Gamauf, Erik Gloßmann, Preben Kaarsholm, Cornelia Kleinitz, Joachim Kummer, Jürgen Overhoff, Stephan Theilig, Andrea Weindl und Michael Zeuske teilnahmen. Zu Beginn der Veranstaltung wies Museumsleiter Christian Arpasi auf die Bedeutung des Themas hin, das von der Geschichtsschreibung lange vernachlässigt worden sei. Er betonte, dass dieses Thema nicht zuletzt für Museen von Bedeutung sei, deren Aufgabe er weniger in der moralisierenden Verurteilung der Handlungen von Europäern in Übersee als vielmehr in der Vermittlung des realen Geschichtsverlaufs zum besseren Verständnis der Vergangenheit sehe. „Tagungsbericht Workshop „Preußen und die Sklaverei“ Brandenburg-Preußen-Museum Wustrau am 6. und 7. November 2025“ weiterlesen
Nachdem Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler, den „Führer“ der nationalsozialistischen Bewegung, am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt hatte und dessen Parteigenossen Dr. Wilhelm Frick Reichsminister des Innern und Hermann Göring Reichsminister ohne Geschäftsbereich, Reichskommissar für das preußische Innenministerium sowie Reichskommissar für Luftfahrt geworden waren, besaßen die Nationalsozialisten nun auch uneingeschränkte Deutungsmacht über das geschichtliche Erbe des Deutschen Reichs und der Weimarer Republik. Die „Bewegung“, deren „Sachwalter“ und Funktionäre konnten jetzt ihre Interpretationen, ihre Werthaltungen, ihre Umdeutungen historischer Einzelereignisse – wie der deutschen Geschichte insgesamt – unwidersprochen propagieren und mit Hilfe strikter staatlicher Erziehungsmaßnahmen oder durch die Zurschaustellung inszenierter öffentlicher „Bilder“ Ausschließlichkeit verleihen; und dies gegebenenfalls auch gewaltsam.[1]„Texte des RECS #69: Nationalsozialisten und Neues Palais“ weiterlesen
Tourists at Warwick Castle in central England. By Gernot Keller, www.gernot-keller.com – Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3523894
The European Network for Country Houses and Estate Research (ENCOUNTER) and the Baltic Manor Route are going to organize a common conference at the European University Viadrina in Frankfurt/Oder (Germany) at 25.-27. June 2026
Manor or country houses are iconic symbols of European cultural landscapes, combining history, culture, architectural and natural beauty. Many now serve as rural tourism destinations, transforming from elite residences into commercial attractions mainly for the middle class. In the framework of the conference the development of the manor houses as a tourist destination and its historical transition to becoming ‘public property’ should be highlighted first. How did some manors become famous for their gardens, libraries and collections, and how did they establish themselves as hubs of knowledge transfer? Who was actually willing to open up their home, why, and for whom?
The second part shall be dedicated to the sense of manorial tourism in our times. The prospect of a vacation in a castle may well be enticing and often evokes romanticised ideas of aristocratic life. The public’s expectations are quickly identified and, of course, catered for. While this approach can be economically necessary – given the high maintenance costs – it risks reducing these sites to ahistorical, nostalgic fantasies, isolating them as middle-class enclaves.
Der am 10. Dezember 1788 im französischen Straßburg geborene Franciscus Joseph Friedrich wird noch immer für seine maßstabsgetreuen Architekturmodelle geschätzt. Er fertigte insbesondere Nachbildungen von Bauwerken an, die während der Regierungszeit König Friedrich Wilhelms III. von Preußen errichtet wurden, so von der Friedrichswerderschen Kirche und vom Alten Museum in Berlin, von der Nikolaikirche oder der Russischen Kapelle in Potsdam. Mit großem Fleiß und viel Leidenschaft setzte er die Kunstwerke aus tausenden filigranen Einzelteilen zusammen. Dabei verwendete er Materialien wie Gold, Silber, Bernstein, Schildpatt, Perlmutt und Elfenbein. „Texte des RECS #68: Franciscus Joseph Friedrich – Ein Bastler und Mechanikus auf der Pfaueninsel“ weiterlesen
Gespräche am Rheinsberger Musenhof – Politik: Beiträge des zweiten Kolloquiums vom 5. und 6. Mai 2023 Herausgegeben für den Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V. von Detlef Fuchs
Die Beiträge des Kolloquiums sind online bei perspectivia.net frei verfügbar.
Gespräche am Rheinsberger Musenhof – Politik: Beiträge des ersten Kolloquiums vom 5. und 6. Mai 2023. Herausgegeben für den Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V. von Detlef Fuchs, in: Kulturgeschichte Preußens – Colloquien #11, 08/12/2023, DOI: https://perspectivia.net/publikationen/kultgep-colloquien/11.