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BildGeschichte #13: Luise Ulrikes „Mémoires de Gramont“

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Das Buch, dessen „Biographie“ hier nachgezeichnet werden soll, sind die Mémoires de Gramont; gemeint sind damit die von Philibert de Gramont verfassten Memoiren, die sein Schwager Anthony Hamilton bearbeitete und unter dem Titel Mémoires du chevalier de Gramont veröffentlichte. Gedruckt wurde es bis ins 19. Jahrhundert an verschiedenen Druckorten Europas: London, Paris, Rotterdam. Der Weg des hier im Fokus stehenden Exemplars beginnt 1716 in Rotterdam. Ursprünglich erwarb Königin Sophia Dorothea das Buch, nachweisbar durch die Kennzeichnung mit dem königlichen Wappen und ihren Initialen auf dem Bucheinband.

Supralibros Sophie Dorotheas auf dem Band “Mémoires de Gramont”, Copyright: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Sig. 32 ZZ 32

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PODIUMSGESPRÄCH:

 

 

 

 

 

Eine Veranstaltung des Research Center Sanssouci (RECS)

Heute und im Grunde zu jeder Zeit gilt frei nach Friedrich Nicolai: „Aufklärung ist überall, zumal in Deutschland nötig.“ Denn die Aufklärung spielt als eine Denkrichtung, auf die man sich in der Gegenwart immer wieder gern bezieht, eine große Rolle: sie stiftet einerseits Tradition, verbindet uns also mit unserer Vergangenheit, und sie weist uns andererseits, weil sie meist positiv gesehen wird, einen möglichen Weg in die Zukunft.
Ist der Sachverhalt aber so einfach? Wie nah steht uns die große Zeit der Aufklärer und der Aufklärung, das 18. Jahrhundert, wie nah das aufklärerische Denken in Brandenburg-Preußen? Was kann – ganz aktuell – vorbildlich für die Gegenwart und gar für die Zukunft sein, was nicht?
Darüber diskutieren der Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Steffen Martus von der Humboldt-Universität zu Berlin und Prof. Dr. Andreas Pečar von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die beide jüngst ein Buch zur Aufklärungsforschung vorgelegt haben. Die Veranstaltung wird moderiert von Prof. Dr. Iwan-Michelangelo D´Aprile, Direktor des RECS und Inhaber der Professur Kulturen der Aufklärung der Universität Potsdam.

Mi., 28.06.17, 19 Uhr
Der Eintritt ist kostenfrei.
Um Anmeldung unter t.vuminh@recs.academy wird gebeten.

Neue Kammern, Ovidsaal
Park Sanssouci, Eingang über Maulbeerallee
14469 Potsdam

(der Zugang ist barrierefrei, Besucherparkplätze an der Historischen Mühle)

Sanssouci virtuell erleben – mit Google Arts & Culture

Die Welt zu Gast in Sanssouci: Das opulente friderizianische Rokoko Friedrichs des Großen (1712-1786) ist seit dem 21. Mai 2017 (Internationaler Museumstag in Deutschland) auch online zu erleben. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) lädt in Kooperation mit Google Arts & Culture und dem Research Center Sanssouci (RECS) zu virtuellen Rundgängen durch den zum UNESCO-Welterbe gehörenden Park Sanssouci, das Schloss Sanssouci sowie die flankierende Bildergalerie und die Neuen Kammern ein.

Schloss Sanssouci in Potsdam, Copyright: SPSG, Foto: Leo Seidel, 2013

Mit einem Klick können sich User weltweit auf die Spuren des großen Preußenkönigs begeben. Dabei sind faszinierende Entdeckungen möglich, denn neben den Street-View-Rundgängen durch den Park und das auf dem Weinberg gelegene Gebäudeensemble werden in virtuellen Ausstellungen einzelne Aspekte näher beleuchtet; in hochauflösenden Gigapixel-Bildern lassen sich zudem sonst unerkannte Details entdecken. „Sanssouci virtuell erleben – mit Google Arts & Culture“ weiterlesen

CALL FOR PAPERS: The Many Faces of War – Changing Perspectives on Armed Conflict. New Research in Military History: A Conference for Postgraduate and Early-career Historians

St John’s College, Cambridge
17th and 18th November 2017

Convenors: Adam Storring (University of Cambridge), Arthur Kuhle (Humboldt-Universität zu Berlin), Tobias Roeder (University of Cambridge), Lucia Staiano-Daniels (UCLA), Matthew Ford (University of Sussex).

Paul de Vos, Mars nimmt Abschied von Venus, Öl auf Leinwand, 232 x 342 cm, SPSG, GK I 5113, Foto: Roland Handrick

Since ancient times war has been conceived of not only as a means of destruction but also as a generative process that demands expertise and innovation. This ambivalence is exemplified by the Greek goddess Pallas Athene, who represented not only war but also the arts and sciences. This complex goddess reflects the theme of this year’s New Research in Military History Conference, which is concerned with exploring multi-dimensional perceptions of warfare. We invite historians in many fields, from those interested in the study of military technique to those more concerned with depiction and art, to present their research on the different perspectives on war over the centuries. Possible themes might include:

  • The role of war in international relations
  • War as a means or as a failure of politics
  • The difference between pre- and post-Enlightenment perceptions of warfare
  • The difference between victory and defeat, in the perception of soldiers and civilians, or in terms of remembrance culture
  • Ways to cope with a “lost cause”, for instance by the armed forces and the political leadership
  • Intelligence, understanding and war
  • War as a means of social change
  • Insurgency, resistance and de-colonisation
  • Tactical and technological changeWar and the history of science
  • Gender, war and identity

This is the 9th conference organised by the British Commission for Military History. Its purpose is to bring together current research by postgraduate and early career scholars in the field of military history and related disciplines. Its philosophy is to offer an open and supportive forum for people with a broad range of interests – from material culture to those interested in intelligence or military technique – to meet up and share their research.

Proposals (c.300 words) for papers of 20 minutes should be submitted, along with a current CV, to the organisers at bcmhnrc@gmail.com by the deadline of 1st September 2017.

Proposals for panels would be very welcome but please include a panel rationale of c.250 words.

TAGUNGSBERICHT: Mehr als nur “Soldatenkönig”. Neue Schlaglichter auf Lebenswelt und Regierungswerk Friedrich Wilhelms I. vom 30. März bis 1. April 2017

Mehr als nur “Soldatenkönig” – Tagungsprogramm

Fachtagung des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz und der Historischen Kommission zu Berlin e. V., gefördert von der Stiftung Preußische Seehandlung

Wie ein Restaurator Schicht um Schicht den grauen Putz der Jahrhunderte abträgt, bis sich dem Betrachter ein in seinen Konturen und seiner Farbigkeit ungeahnt lebendiges Bild darbietet – so fasste Prof. Dr. Frank Göse die Ergebnisse der Konferenz zusammen. Gemeinsam hatten die Historische Kommission zu Berlin e.V. und das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz eingeladen, im Rahmen eines breit angelegten Vortragsprogramms vom 30. März bis 1. April 2017 das historisch tradierte Bild des zweiten Preußen-Königs neu zu denken. „TAGUNGSBERICHT: Mehr als nur “Soldatenkönig”. Neue Schlaglichter auf Lebenswelt und Regierungswerk Friedrich Wilhelms I. vom 30. März bis 1. April 2017“ weiterlesen

Ergänzung und Relaunch der Schatullrechungen Friedrichs des Großen

Monatliche Schatullrechnungen (1742), Foto: GStA PK

Im Juni 2011 erschien die kommentierte Edition der Schatullrechungen Friedrichs des Großen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz in Zusammenarbeit mit perspectivia.net. Diese für die “Privat”-Ausgaben des Königs wichtigen Quellen liegen seither, abgesehen von den zugehörigen Quittungen bzw. Belegen, die infolge des Zweiten Weltkriegs verloren gingen, komplett vor. Die in den Quittungen enthaltenen Informationen schienen bislang unrettbar verloren. Doch haben sich rund 1700 Belege im Nachlass Walter Stengels (1882-1960), von 1925 bis 1952 Direktor des Märkischen Museums, erhalten (GStA PK, VI. HA, NL Stengel, Nr 1-41). Sie werden in einem gemeinsamen Projekt der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz in Zusammenarbeit mit perspectivia.net und dem RECS aufgenommen und in die in die Datenbank der Schatullrechnungen eingearbeitet.

TAGUNG: Mehr als nur “Soldatenkönig”

Gemeinsam mit der Historischen Kommission zu Berlin e.V. veranstaltet das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz vom 30. März bis zum 1. April 2017 im GStA PK die Tagung “Mehr als nur ,Soldatenkönig’ – Neue Schlaglichter auf Lebenswelt und Regierungswerk Friedrich Wilhelms I.” Die Tagung vereint klassische Themen zur preußischen Außen-, Innen- und Konfessionspolitik mit neuen kulturgeschichtlichen Forschungsansätzen, insbesondere auch zu Frauen im Umfeld des Monarchen. Aus den Referaten, die ebenso von ausgewiesenen FW I.-Experten wie von Doktorandinnen und Doktoranden gehalten werden, sollen sich viele neue Facetten ergeben, die zur weiteren Aufhellung der Historiographie über diesen “König im Schlagschatten” jenseits der vorherrschenden Klischees beitragen können.

Eine Veranstaltung des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz und der Historischen Kommission zu Berlin e.V.

Do., 30.03.17 bis Sa., 01.04.17
Der Eintritt ist kostenfrei, um Anmeldung wird bis zum 20.03.17 gebeten

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
Forschungssaal
Archivstraße 12-14
14195 Berlin

Infos zur Anmeldung und das Tagungsprogramm finden Sie hier.

Buchpremiere: Leonhard Horowski, Das Europa der Könige. Macht und Spiel an den Höfen des 17. und 18. Jahrhunderts

978-3-498-02835-0Einem französischen Hochadeligen fällt mit 23 Jahren plötzlich auf, dass er gar keinen Vornamen hat, ein polnischer Fürst – Herr über zwei Millionen Leibeigene – lernt erst Lesen, als man die Buchstaben aus Blei gießt und im Schlosspark an Ästen aufhängt, damit er sie mit der Pistole herunterschießen kann, und Deutschland ist bereits Exportweltmeister – für Königinnen und Thronanwärter: Willkommen im 17. und 18. Jahrhundert. Das Europa dieser Zeit war das Europa der Könige, und um diese scharte sich die höfische Gesellschaft in einem dichten Netz von diplomatischen Beziehungen, Intrigen und Verschwörungen. Es war eine Zeit, in der Nationalität und Ideologien fast nichts galten, die eigene Dynastie dagegen alles.

Leonhard Horowski liest aus seinem neuen Buch und spricht mit Ijoma Mangold, dem Literaturchef der ZEIT, über uns Heutige von dieser vergangenen, aber nachwirkenden Geschichtsepoche Verbindendes und Trennendes.

Mi, 08.03.2017, 19:30 Uhr
Der Eintritt ist kostenfrei.

Schloss Charlottenburg, Weißer Saal im Neuen Flügel
Spandauer Damm 10–22, 14059 Berlin

Eine gemeinsame Veranstaltung des Rowohlt Verlags und des RECS.

Texte des RECS #4: “Sie weinte, aber sie nahm.” Friedrich dem Großen zum 305., Maria Theresia zum 300. Geburtstag

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Jürgen Luh (SPSG/RECS)

Kommt man heute auf die erste Teilung Polens zu sprechen, so ist in der Regel etwa folgendes zu lesen: Im August 1772 teilten die drei Mächte Preußen, Russland und Österreich einen Großteil von Polen-Litauen unter sich auf. Österreich nahm sich die recht wohlhabende Provinz Galizien sowie Lodomerien, Russland ein riesiges Stück Ostpolens und Preußen annektierte das Gebiet Westpreußens, um endlich über eine durchgehende Landbrücke vom brandenburgischen Kernland nach Ostpreußen zu verfügen. Während Friedrich der Große und Katharina II. keinerlei Skrupel zeigten, war Maria Theresia bei solcher Willkür und Raubgier äußerst unwohl. Sie habe sich nur schwer darein gefügt. Die unglückliche Teilung Polens, sagte sie, habe sie zehn Jahre ihres Lebens gekostet. Der preußische König habe daraufhin zynisch bemerkt: „Sie weinte, aber sie nahm“, nach mancher Überlieferung sogar noch hinzugefügt: „Und je mehr sie weinte, desto mehr nahm sie“.[1]

Johann Esaias Nilson, Karikatur zur Lage des Königreichs Polen im Jahr 1773, Radierung 1773, 29 x 19,2 cm, Bildquelle: Planet Clio

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BildGeschichte #6: Christian Wilhelm Ernst Dietrichs „Heilige Nacht“ nach Correggio

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Christian Wilhelm Ernst Dietrich nach einer Vorlage von Antonio Allegri da Corregio, Anbetung der Hirten / Heilige Nacht, 1755, Öl auf Leinwand, 263 x 187 cm, GK I 5216, Copyright: SPSG
Christian Wilhelm Ernst Dietrich nach einer Vorlage von Antonio Allegri da Correggio, Anbetung der Hirten / Heilige Nacht, 1755, Öl auf Leinwand, 263 x 187 cm, GK I 5216, Leihgabe der Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung, Jerusalem, Foto: Wolfgang Pfauder, Copyright: SPSG

Die „Heilige Nacht“ von Correggio war lange Zeit das berühmteste Gemälde des 18. Jahrhunderts, war bekannter noch als Raffaels „Sixtinische Madonna“. Es genoss eine solch hohe Wertschätzung, wie sie heute beim Publikum Leonardos Mona Lisa besitzt – oder ein Gemälde Gerhard Richters im Kunsthandel. Diese Nacht möchte man jeden Tag sehen, schrieb etwa Graf Francesco Algarotti, einer der großen Kunstverständigen der Zeit.[1] „BildGeschichte #6: Christian Wilhelm Ernst Dietrichs „Heilige Nacht“ nach Correggio“ weiterlesen