Spannende Orte, Expertinnen und Experten und der Überblick über das, was war. Jan Schulte-Kellinghaus betrachtet die deutsche Geschichte vom Neandertaler bis Angela Merkel. Die Podcastserie reist in 99 Folgen durch die deutsche Geschichte.
Der große Kurfürst regierte Brandenburg nach dem 30jährigen Krieg. Berlin war ausgeplündert und in weiten Teilen niedergebrannt. Es herrschten Hunger und Epidemien. Das Stadtschloss auf der Spreeinsel war unbewohnbar. Friedrich Wilhelm musste das zerstörte Land aufbauen und seine verstreuten Territorien zusammenhalten. Ohne Bodenschätze und ohne Infrastruktur. Das ist ihm nicht nur gelungen, sondern er hat den Grundstein für den Aufstieg Preußens gelegt. Für diese Lebensleistung erhielt er den Beinamen: „der Große“ Kurfürst. Jürgen Luh schreibt in seinem Buch über den Kurfürsten: Das war alles nur Glück. Der große Kurfürst hatte keinen Plan, wechselte ständig die Seiten und rettete sein Erbe praktisch durch Zufall. War es Glück oder doch Ideenreichtum und Durchhaltewille, die Friedrich Wilhelm zum Initiator des Preußischen Aufstiegs machten? Darüber spreche ich mit Jürgen Luh in dieser Folge.
Sein Buch heißt: “Der Große Kurfürst – Friedrich Wilhelm von Brandenburg – Sein Leben neu betrachtet” und ist 2020 im Siedler Verlag erschienen.
Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de
Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform “Deutschstunde” an.
Auch bei L.I.S.A., dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung, ist diese Podcastserie vertreten.


Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Brandenburg-Preußen Museums Wustrau wurde die Hauptausstellung zur brandenburgisch-preußischen Geschichte vollkommen neu konzipiert und gestaltet und am 29. März 2026 eröffnet. Die neue Ausstellung nähert sich Brandenburg-Preußen thematisch und setzt sich mit Urteilen und Vorurteilen auseinander – auf der Suche nach Antworten auf die Frage: Was macht Preußen aus? Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen spannende Exponate, mit denen sich die preußische Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählen lässt. Hinzu kommen Medienstationen und eine Installation.

Weil Geschichte zunehmend auf Vereinfachung und plakative Zuweisungen reduziert wird 

Am 6.–7. November 2025 fand in Zusammenarbeit mit dem Brandenburg-Preußen-Museum Wustrau der von Ulrich van der Heyden (Bloemfontein) und Jürgen Luh (Potsdam) initiierte Workshop zum Thema „Preußen und die Sklaverei“ im Wustrauer Museum statt, an dem Christian Arpasi, Jürgen Becher, Matthias Donath, Richard Gamauf, Erik Gloßmann, Preben Kaarsholm, Cornelia Kleinitz, Joachim Kummer, Jürgen Overhoff, Stephan Theilig, Andrea Weindl und Michael Zeuske teilnahmen. Zu Beginn der Veranstaltung wies Museumsleiter Christian Arpasi auf die Bedeutung des Themas hin, das von der Geschichtsschreibung lange vernachlässigt worden sei. Er betonte, dass dieses Thema nicht zuletzt für Museen von Bedeutung sei, deren Aufgabe er weniger in der moralisierenden Verurteilung der Handlungen von Europäern in Übersee als vielmehr in der Vermittlung des realen Geschichtsverlaufs zum besseren Verständnis der Vergangenheit sehe. 

Das Armeemuseum Friedrich der Große feiert 25-jähriges Jubiläum.