Eva Wollschläger (SPSG) PDF


Am 17. Januar 1795 erscheint in London eine druckgraphische Edition mit dem Titel „The Birth and Triumph of Cupid“, die der englischen Königin Queen Charlotte, geborene Prinzessin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz (1744–1818), gewidmet ist. Die gebundene Ausgabe besteht aus 26 Illustrationen mit Titelunterschriften, die als Bildergeschichte arrangiert sind. Die kompositorische und motivische Grundlage für die graphische Umsetzung bildete ein Konvolut von Scherenschnitten aus der Sammlung der englischen Königin. Auf dem elegant gestalteten Widmungsblatt der Ausgabe, das zugleich als Titelblatt dient, wird als Entwerferin der Scherenschnitte Lady Dashwood genannt (Abb. 1). Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich eine der Töchter von Queen Charlotte: die 1770 geborene Elizabeth (genannt „Eliza“), spätere Landgräfin von Hessen-Homburg.[1] Für die künstlerisch begabte 25-jährige Prinzessin sollte es die erste Veröffentlichung ihrer Werke sein, die aufgrund ihrer exponierten gesellschaftlichen Stellung jedoch anonym erfolgte.[2] „Texte des RECS #64: Triumph des Amor. Betrachtungen zu einer Bildergeschichte der englischen Prinzessin Elizabeth, zur Englandbegeisterung Friedrich Wilhelms II. von Preußen und zu den Auswirkungen dieser Leidenschaft auf die Porzellanmalerei der KPM Berlin“ weiterlesen



Das Armeemuseum Friedrich der Große feiert 25-jähriges Jubiläum. 
Der Streit um den Besitz der Gebeine des in der Schlacht bei Crécy am 26. August 1346 gefallenen Königs Johann von Böhmen (1296-1346) ist Ausgangspunkt für Heinz- Dieter Heimann, exemplarisch Mittelaltergegenwarten darzustellen. Seine Interpretation des Begriffs „Mittelaltergegenwart“ besagt, dass Vergangenheit zugleich Geschichte und Gegenwart bedeutet. Dabei kommt er zu der Schlussfolgerung, „dass der Streit um den Besitz der Gebeine Johanns gerade die Veränderbarkeit verräumlichter Kontinuitätsansprüche nationaler und staatlicher Selbstgeltung in historischer Erinnerungsarbeit beschreibt. […] Die reklamierten Ansprüche des Gedenkens legten hier eine kultur- und gedächtnisgeschichtliche Dimension historischer Räume gegenüber jüngeren politischen Räumen offen“ (S. 165). 

