Die „Vereinigung der Truppen zweier starker Nationen“[1] bei Kalisch hat der Maler Gustav Schwarz, von dem wir nicht einmal seine Lebensdaten kennen, als Beobachter verfolgt und anschließend in mehreren Gemälden und Gouachen festgehalten. Der „Einzug der preußischen Truppen bei Kalisch“, Offiziere und die Garden voran, gibt von allen Abbildungen dieses Ereignisses den besten Überblick über den staubigen Manöverplatz und die eigens aufgeschlagenen Zeltreihen sowie eine Vorstellung von dem „Belvedere“ für die fürstlichen Herrschaften, mit Zar Nikolaus I. von Russland und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen an der Spitze, die die Manöver und Übungen der versammelten Truppen verfolgten.

Zar Nikolaus I. hatte Kalisch[2] für das Manöver der russischen und preußischen Truppen eigens ausgewählt, weil an diesem Ort im Jahr 1813 das Bündnis zwischen Zar Alexander I. und König Friedrich Wilhelm III. zur Befreiung Europas von Napoleon geschlossen worden war. Das Schauspiel sollte der Welt den engen Zusammenhalt der Herrscherhäuser Hohenzollern und Romanow, ihrer Staaten und ihrer Armeen demonstrieren. „Aus inniger Vereinigung entsteht wirkliche Kraft“, lautete denn auch die Losung des Treffens. „BildGeschichte #21: Gustav Schwarz‘ „Einzug der Preußischen Truppen in das Lager bei Kalisch““ weiterlesen







2009 konnte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) dank der großzügigen Unterstützung durch das Land Brandenburg, die Kulturstiftung der Länder und die Museumsshop Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten GmbH über die Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten mit der „Bibliothek Knoll“ die größte und wichtigste Privatsammlung der Werke von und Literatur über Friedrich den Großen erwerben. Die Gerhard-Knoll-Forschungsbibliothek der SPSG umfasst rund 9.000 Bände und beinhaltet neben den Werkausgaben des Königs die nahezu vollständige zeitgenössische Literatur zu Friedrich dem Großen und Preußen inklusive einer umfänglichen Flugschriftensammlung. Innerhalb der Bibliothek kommt den Flugschriften aus der Zeit des Siebenjährigen Kriegs besondere Bedeutung zu. Sowohl Friedrich als auch seine Gegner nutzten dieses Medium intensiv als politisches Instrument zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung. In einem von der Bühler-Bolstorff-Stiftung Berlin geförderten Projekt des RECS in Zusammenarbeit mit