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Symposium: “Krieg in der Leipziger Stadtgeschichte – Praktiken, Folgen und museale Vermittlung. Vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Völkerschlacht”

Belagert, besetzt, ausgebeutet: Die Stadt Leipzig war über Jahrhunderte hinweg immer wieder ein umkämpfter Platz. Anlässlich des 270. Gedenktages zum Beginn des Siebenjährigen Krieges in Sachsen laden das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig und die Stiftung Völkerschlachtdenkmal Leipzig am Freitag, dem 16. Oktober 2026, um 18 Uhr und am Samstag, dem 17. Oktober 2026, ab 9 Uhr zu einem Symposium ein, bei dem die Folgen von frühneuzeitlichen Konflikten für die Stadt Leipzig im Fokus stehen.
Das Symposium findet in der
Alten Börse,
Naschmarkt 2,
04109 Leipzig
statt.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Wir bitten um ihre Anmeldung unter www.bit.ly/leipzig-symposium-krieg.

Hier finden Sie Einladung und Programm.

Podcast “Wer wir sind und warum das nicht klappte …”: #65 Der Große Kurfürst – Preußens Anfänge

Spannende Orte, Expertinnen und Experten und der Überblick über das, was war. Jan Schulte-Kellinghaus betrachtet die deutsche Geschichte vom Neandertaler bis Angela Merkel. Die Podcastserie reist in 99 Folgen durch die deutsche Geschichte.

 

 

Der große Kurfürst regierte Brandenburg nach dem 30jährigen Krieg. Berlin war ausgeplündert und in weiten Teilen niedergebrannt. Es herrschten Hunger und Epidemien. Das Stadtschloss auf der Spreeinsel war unbewohnbar. Friedrich Wilhelm musste das zerstörte Land aufbauen und seine verstreuten Territorien zusammenhalten. Ohne Bodenschätze und ohne Infrastruktur. Das ist ihm nicht nur gelungen, sondern er hat den Grundstein für den Aufstieg Preußens gelegt. Für diese Lebensleistung erhielt er den Beinamen: „der Große“ Kurfürst. Jürgen Luh schreibt in seinem Buch über den Kurfürsten: Das war alles nur Glück. Der große Kurfürst hatte keinen Plan, wechselte ständig die Seiten und rettete sein Erbe praktisch durch Zufall. War es Glück oder doch Ideenreichtum und Durchhaltewille, die Friedrich Wilhelm zum Initiator des Preußischen Aufstiegs machten? Darüber spreche ich mit Jürgen Luh in dieser Folge.

Zum Podcast geht es hier!

Sein Buch heißt: “Der Große Kurfürst – Friedrich Wilhelm von Brandenburg – Sein Leben neu betrachtet” und ist 2020 im Siedler Verlag erschienen.

Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de

Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform “Deutschstunde” an.

Auch bei L.I.S.A., dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung, ist diese Podcastserie vertreten.

BildGeschichte #38: Jacques-Louis Davids „Napoleon Bonaparte überquert den St. Bernhard“

Franziska Windt (SPSG)                                                                                                  PDF

Jacques Louis David, Napoleon Bonaparte überquert den St. Bernhard Pass, 1800, SPSG GK I 913, Foto: Jörg P. Anders.

David schuf mit der monumentalen Darstellung „Napoleon bei der Überquerung des St. Bernhard“ ein weltbekanntes Propagandabild des damaligen Ersten Konsuls zu Pferd, das zeigt, wie dieser in die Geschichte eingehen wollte. David malte die Szene gleich fünfmal, viermal mit Napoleon auf einem Schimmel oder Grauschimmel, einmal mit dem Konsul auf einem Braunen. „BildGeschichte #38: Jacques-Louis Davids „Napoleon Bonaparte überquert den St. Bernhard““ weiterlesen

Kopfgeburt. Preußen. – Die neue Dauerausstellung des Brandenburg-Preußen Museums Wustrau

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Brandenburg-Preußen Museums Wustrau wurde die Hauptausstellung zur brandenburgisch-preußischen Geschichte vollkommen neu konzipiert und gestaltet und am 29. März 2026 eröffnet. Die neue Ausstellung nähert sich Brandenburg-Preußen thematisch und setzt sich mit Urteilen und Vorurteilen auseinander – auf der Suche nach Antworten auf die Frage: Was macht Preußen aus? Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen spannende Exponate, mit denen sich die preußische Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählen lässt. Hinzu kommen Medienstationen und eine Installation.

Brandenburg-Preußen Museum
Eichenallee 7a, 16818 Wustrau

April-Oktober
Di–So 10.00–18.00 Uhr

November-März
(2026: 29.03. bis 18.00 Uhr, 31.03. bis 16.00 Uhr)
Di–So 10.00–16.00 Uhr

Winterschließzeit vom
30.11.2026 bis Ende Februar 2027

Gesonderte Öffnungszeiten
für Schulklassen möglich.

Neu bei L.I.S.A.

Book-Talk: Jürgen Luh im Gespräch mit Volker Heise zu “1945”

Workshop „Passage 1945. Kriegsende und Neuordnung“

Unter dem Leitmotiv „Passage 1945“ wurden die Übergänge vom Zweiten Weltkrieg zur Nachkriegszeit betrachtet.

Workshop am 2. und 3. September 2025 in der Orangerie im neuen Garten in Potsdam, veranstaltet vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, dem Research Center Sanssouci und dem Museum Berlin Karlshorst.

Passage 1945 – Ein Jahr des Übergangs. Podcast Zugehört 82 des ZMSBw

Linden-Passage Berlin Unter den Linden 1945, IMW (BU 8608)

Am 8. Mai 1945 war der Krieg zu Ende.
Ganz so einfach ist es nicht. In einer neuen Folge von „Zugehört“ sprechen John Zimmermann, Jürgen Luh, Jörg Morré und Frank Reichherzer über das lange und vielschichtige Ende des Zweiten Weltkriegs – und darüber, warum das Jahr 1945 weniger ein Schlusspunkt als ein Übergang war. 

Zum Podcast geht es hier!

 

Neue Forschungen zum Neuen Schloss Tettnang

Im Rahmen der Neuen Forschungen zum Neuen Schloss Tettnang der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ist von Jürgen Luh (RECS) der Beitrag „Zur ‚Galerie der Offiziere des Montfortschen Regiments‘ in Schloss Tettnang“ erschienen.

Im neuen Schloss Tettnang hängen zwölf von der Forschung bislang unbeachtete lebensgroße barocke Knieporträts von Offizieren. Es handelt sich um Mitglieder des Regiments von Graf Anton II. von Montfort (1635–1706) im Dienst des bayerischen Kurfürsten aus der Zeit von 1673 bis 1679. Die Identifikation der Dargestellten erfolgt über eine Analyse der schriftlichen Überlieferung zu den Porträts, ihrer Kleidung, Wappen und Waffen sowie der Inschriften im Bild. Erstmals wird damit die früheste bekannte Offiziersgalerie ausführlich gewürdigt.

Texte des RECS #62: Preußens Glanz und Gloria – Wie die Uniformbegeisterung Friedrich Wilhelms III. von Preußen eine neue Dekorsparte der KPM Berlin begründete

Eva Wollschläger (SPSG)                                                                                                  PDF

Teller mit der Darstellung preußischer Offiziere im Manöver, Porzellan, farbiger Aufglasurdekor und Vergoldung, KPM Berlin, um 1806, Twinight Collection New York, Foto: Ben Cohen

Militärische Sujets wie Schlachtenszenen oder die Darstellungen von Soldatenlagern lassen sich bei der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) als malerisches Motiv auf Porzellan seit dem 18. Jahrhundert nachweisen.* Diese sogenannte „Bataillen“-Malerei wurde in eine für die Rokokomalerei üblichen dekorativen Porzellankomposition umgesetzt, deren Bildmotive vornehmlich erzählerischen Charakter aufweisen.[1] Trotz zahlreicher Feldzüge und langjähriger kriegerischer Auseinandersetzungen sollten „Bataillen“-Malereien in der Regierungszeit Friedrichs II. von Preußen eine eher untergeordnete Rolle im Dekorationsprogramm der Berliner Manufaktur einnehmen. So sind beispielsweise keine Porzellane der friderizianischen Zeit bekannt, die auf Ereignisse des Siebenjährigen Krieges Bezug nehmen, obwohl dieser politisch eine große Bedeutung in der Geschichte der preußischen Monarchie einnahm. Soldatenszenen, vorzugsweise Militärlager und Reitergefechte, die aufgrund ihrer bewegten dynamischen Kompositionen sehr beliebt waren, lassen sich vornehmlich auf Tabaksdosen der KPM wiederfinden, die gerne von Friedrich II. als königliche Geschenke vergeben wurden.[2] „Texte des RECS #62: Preußens Glanz und Gloria – Wie die Uniformbegeisterung Friedrich Wilhelms III. von Preußen eine neue Dekorsparte der KPM Berlin begründete“ weiterlesen

25 Jahre Armeemuseum Friedrich der Große. Sonderausstellung in der Plassenburg Kulmbach vom 26. Juni 2024 bis zum 29. Juni 2025

Das Armeemuseum Friedrich der Große feiert 25-jähriges Jubiläum. Das Museum auf der Plassenburg in Kulmbach, der bedeutendsten Hohenzollern-Festung in Bayern, zeigt in 45 Vitrinen die größte Sammlung altpreußischer Militaria zwischen 1700 und 1806. Es dokumentiert das äußere und innere Erscheinungsbild einer Armee, die unter dem preußischen König im 18. Jahrhundert in Europa zum Vorbild wurde.

Der zeitliche Schwerpunkt liegt in der Zeit Friedrichs des Großen (1740-1786). Ausführlich dargestellt werden die Truppengattungen der Infanterie und Kavallerie, aber auch das soziale Gefüge der Truppe. Im Mittelpunkt der Sammlung stehen Schusswaffen, Blankwaffen, Fahnen und Gemälde.

Zum Jubiläum gezeigt wird eine Sonderschau, in der 60 besondere, oft einmalige Objekte zu sehen sind, die in den vergangenen 25 Jahren für das Museum erworben wurden.

Podcast on the Military Strategy of King Frederick II of Prussia

Antoine Pesne, Friedrich II. von Preußen nach der Schlacht bei Hohenfriedberg, 1746, SPSG, Berlin, Schloss Charlottenburg, Foto: SPSG, Wolfang Pfauder

In a newly-released podcast, published by the Royal United Services Institute (RUSI), former RECS Voltaire Fellow Dr Adam Storring (now at King’s College London) discusses the military strategy of King Frederick II of Prussia in its wider political, social and cultural context.

Dr Storring discusses how Frederick’s war-making related to his interest in the Enlightenment, presents the place of the Prussian army within Prussian society, and explains how Frederick was influenced both by the classics and by the contemporary world of dynastic states. He discusses Frederick’s strategy of ‘short and lively’ wars, explains how it was substantially learnt from French examples, and sets out the cautionary lessons that it holds for modern strategy-makers.

The whole podcast is available to listen to here!

Adam Storring was a fellow of the Bühler-Bolstorff-Stiftung Berlin and the Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) from October to December 2015, and returned to the SPSG as RECS Voltaire Fellow in December 2018. He is currently Visiting Research Fellow at King’s College London.