
Dr. habil. Marek Jodkowski ist von Beruf Theologe, Kunsthistoriker und Archivar. Er arbeitet an der Universität von Ermland und Masuren in Olsztyn und am Wojciech-Kętrzyński-Nordinstitut (Polen). Außerdem ist er Diözesankonservator für Denkmäler auf dem Gebiet der Erzdiözese Ermland. Sein Forschungsschwerpunkt sind die Beziehungen zwischen Staat und Kirche in Ostpreußen. Seine Doktorarbeit schrieb er zum Thema: „Der kirchliche Aufbau der Diözese Ermland 1821-1945“. Seine Habilitationsschrift befasste sich mit der Entwicklung der Diaspora der katholischen Kirche in Ostpreußen nach 1850. Derzeit arbeitet er an einem Projekt mit dem Titel “Umsetzung der Bulle De salute animarum von 1821”, einer Umschreibungsbulle, die die Neuordnung der katholischen Kirche im preußischen Staat festlegte. Damals wurden die Grenzen der einzelnen Ortskirchen geändert und die Grundsätze der Domkapitel und der zentralen Diözesaneinrichtungen neu festgelegt. Durchgesetzt hat die Bulle Bischof Joseph von Hohenzollern vom Bistum Ermland, der mit dem königlichen Hof in Berlin verbunden war.







Einem französischen Hochadeligen fällt mit 23 Jahren plötzlich auf, dass er gar keinen Vornamen hat, ein polnischer Fürst – Herr über zwei Millionen Leibeigene – lernt erst Lesen, als man die Buchstaben aus Blei gießt und im Schlosspark an Ästen aufhängt, damit er sie mit der Pistole herunterschießen kann, und Deutschland ist bereits Exportweltmeister – für Königinnen und Thronanwärter: Willkommen im 17. und 18. Jahrhundert. Das Europa dieser Zeit war das Europa der Könige, und um diese scharte sich die höfische Gesellschaft in einem dichten Netz von diplomatischen Beziehungen, Intrigen und Verschwörungen. Es war eine Zeit, in der Nationalität und Ideologien fast nichts galten, die eigene Dynastie dagegen alles.