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TAGUNG: „In Stein gemeißelt?“ Schlösser und Burgen als Schauplatz von Geschichtsinterpretationen

 Wissenschaftliche Tagung vom 12.–13. November 2026 in der Residenz München veranstaltet von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen in Kooperation mit dem Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg.

Mit der Musealisierung von Schlössern und Burgen wurde neben dem Erhalt der Substanz die Interpretation und Vermittlung des kulturellen Erbes zu einer zentralen Aufgabe der Schlösserverwaltungen. Inhaltliche Schwerpunktsetzungen spiegeln gesellschaftliche Bedürfnisse, politischen Willen und akademische Forschung – und sie basieren auf der Inszenierung von Vermutetem, auf der Interpretation historischer Fakten sowie auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Interpretationen von Geschichte und Geschichtsbildern in Burgen und Schlössern finden ihren Ausdruck in denkmalpflegerischen Maßnahmen, (Re-)Konstruktionen, Ausstattungs- und Vermittlungskonzepten.

Mit Impuls- und Überblicksbeiträgen sowie ausgewählten Fallbeispielen beleuchtet die Tagung ausgehend von den markanten Zeitschnitten des 20. Jahrhunderts (1918, 1933, 1945, 1989, 2000) diese Aspekte in ihrer Prägung durch gesellschaftlich-kulturelle und politische Umstände sowie die konkreten museal-kuratorischen Entscheidungen und verdeutlicht ihre Wirkungen auf die Wahrnehmung vonSchlössern und Burgen sowie ihrer Präsentationen.

Die Tagung ist Teil des Gemeinschaftsprojekts „Staatliche Schlösser im 20. Jahrhundert als Spiegel des gesellschaftlichen und politischen Wandels“ der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen (AGDS). Mit einer Tagungsreihe und einer Wissensplattform wird die Geschichte der staatlichen Schlösser und Schlösserverwaltungen seit 1918 erschlossen und zugänglich
gemacht.

Donnerstag, 12. bis Freitag, 13. November 2026
Residenz München
Max-Joseph-Saal
Residenzstraße 1
80333 München
Eingang zum Max-Joseph-Saal über den Kapellenhof. Der Zugang ist barrierefrei.

Anmeldung:
Die Tagung ist kostenfrei.
Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.
Anmeldung per Mail: Schloessertagung2026@bsv.bayern.de
Anmeldeschluss: 15. Oktober 2026
Wegen Teilnehmerbegrenzung werden die Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Rückfragen unter: Tel. 089 17908 -301 bzw. -0

Teilnehmer:innen erklären mit der Anmeldung ihr Einverständnis zur Nutzung des bei der Veranstaltung entstandenen Foto-, Film und Tonmaterials für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation.

Das Programm zur Tagung und nähere Informationen finden Sie im Tagungsflyer.

Texte des RECS #69: Nationalsozialisten und Neues Palais

Jürgen Luh (RECS)                                                                                                              PDF

Abb. 1: Vor dem Neuen Palais, 16.09.1933, SPSG.

Nachdem Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler, den „Führer“ der nationalsozialistischen Bewegung, am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt hatte und dessen Parteigenossen Dr. Wilhelm Frick Reichsminister des Innern und Hermann Göring Reichsminister ohne Geschäftsbereich, Reichskommissar für das preußische Innenministerium sowie Reichskommissar für Luftfahrt geworden waren, besaßen die Nationalsozialisten nun auch uneingeschränkte Deutungsmacht über das geschichtliche Erbe des Deutschen Reichs und der Weimarer Republik. Die „Bewegung“, deren „Sachwalter“ und Funktionäre konnten jetzt ihre Interpretationen, ihre Werthaltungen, ihre Umdeutungen historischer Einzelereignisse – wie der deutschen Geschichte insgesamt – unwidersprochen propagieren und mit Hilfe strikter staatlicher Erziehungsmaßnahmen oder durch die Zurschaustellung inszenierter öffentlicher „Bilder“ Ausschließlichkeit verleihen; und dies gegebenenfalls auch gewaltsam.[1] „Texte des RECS #69: Nationalsozialisten und Neues Palais“ weiterlesen

CALL FOR PAPERS: A Sense of Place: Interpreting Manorial Culture in Modern Tourism

Tourists at Warwick Castle in central England. By Gernot Keller, www.gernot-keller.com – Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3523894

The European Network for Country Houses and Estate Research (ENCOUNTER) and the Baltic Manor Route are going to organize a common conference at the European University Viadrina in Frankfurt/Oder (Germany) at 25.-27. June 2026

Manor or country houses are iconic symbols of European cultural landscapes, combining history, culture, architectural and natural beauty. Many now serve as rural tourism destinations, transforming from elite residences into commercial attractions mainly for the middle class. In the framework of the conference the development of the manor houses as a tourist destination and its historical transition to becoming ‘public property’ should be highlighted first. How did some manors become famous for their gardens, libraries and collections, and how did they establish themselves as hubs of knowledge transfer? Who was actually willing to open up their home, why, and for whom?

The second part shall be dedicated to the sense of manorial tourism in our times. The prospect of a vacation in a castle may well be enticing and often evokes romanticised ideas of aristocratic life. The public’s expectations are quickly identified and, of course, catered for. While this approach can be economically necessary – given the high maintenance costs – it risks reducing these sites to ahistorical, nostalgic fantasies, isolating them as middle-class enclaves.

See the full call for papers here!

Contact:
Prof. Dr. Paul Zalewski
European University Viadrina
zalewski@europa-uni.de

 

Neu bei L.I.S.A.

Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus: Abschließende Podiumsdiskussion

Tagung „Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Bestandsaufnahme“

Internationale Tagung auf Schloss Schwarzburg, 12.–14. September 2024, veranstaltet von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und ICOMOS Deutschland.

Ziel der Tagung war eine Bestandsauf-nahme mit internationaler Perspektive anhand von konkreten Beispielen im Kontext des allgemeinen Forschungs-stands zur Geschichte von Schlössern im Nationalsozialismus.

In Medienpartnerschaft mit L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung.

NEU bei L.I.S.A.

Vortrag Franz Albert Heinen: Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang – vom „Täterort“ zum internationalen Platz

Tagung „Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Bestandsaufnahme“

Internationale Tagung auf Schloss Schwarzburg, 12.–14. September 2024, veranstaltet von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und ICOMOS Deutschland.

Ziel der Tagung war eine Bestandsauf-nahme mit internationaler Perspektive anhand von konkreten Beispielen im Kontext des allgemeinen Forschungs-stands zur Geschichte von Schlössern im Nationalsozialismus.

In Medienpartnerschaft mit L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung.

NEU bei L.I.S.A.

Vortrag Thomas Stöckle: Schloss Grafeneck im Nationalsozialismus und die „Euthanasie“-Aktion T4 in den Jahren 1939 bis 1941

Tagung „Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Bestandsaufnahme“

Internationale Tagung auf Schloss Schwarzburg, 12.–14. September 2024, veranstaltet von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und ICOMOS Deutschland.

Ziel der Tagung war eine Bestandsauf-nahme mit internationaler Perspektive anhand von konkreten Beispielen im Kontext des allgemeinen Forschungs-stands zur Geschichte von Schlössern im Nationalsozialismus.

In Medienpartnerschaft mit L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung

Neu bei L.I.S.A.

Vortrag Jürgen Luh: Nationalsozialisten und Neues Palais. Empirie und Einordnung

Tagung „Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Bestandsaufnahme“

Internationale Tagung auf Schloss Schwarzburg, 12.–14. September 2024, veranstaltet von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und ICOMOS Deutschland.

Ziel der Tagung war eine Bestandsauf-nahme mit internationaler Perspektive anhand von konkreten Beispielen im Kontext des allgemeinen Forschungs-stands zur Geschichte von Schlössern im Nationalsozialismus.

In Medienpartnerschaft mit L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung.

Neu bei L.I.S.A.

Vortrag Angela Schumacher: „Umgestaltung Schloss Schwarzburg“ – Planungen für den Umbau zum „Reichsgästehaus“

Tagung „Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Bestandsaufnahme“

Internationale Tagung auf Schloss Schwarzburg, 12.–14. September 2024, veranstaltet von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und ICOMOS Deutschland.

Ziel der Tagung war eine Bestandsauf-nahme mit internationaler Perspektive anhand von konkreten Beispielen im Kontext des allgemeinen Forschungs-stands zur Geschichte von Schlössern im Nationalsozialismus.

In Medienpartnerschaft mit L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung.

Neu bei L.I.S.A.

Vortrag Stephan Malinowski: Geschlossene Gesellschaft. Adel – Schlösser – Nationalsozialismus

Tagung „Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Bestandsaufnahme“

Internationale Tagung auf Schloss Schwarzburg, 12.–14. September 2024, veranstaltet von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und ICOMOS Deutschland.

Ziel der Tagung war eine Bestandsauf-nahme mit internationaler Perspektive anhand von konkreten Beispielen im Kontext des allgemeinen Forschungs-stands zur Geschichte von Schlössern im Nationalsozialismus.

In Medienpartnerschaft mit L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung.

Blick über den höfischen Tellerrand. Ein Forschungsprojekt zu den Schlössern im 20. Jahrhundert beginnt mit der Tagung „Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus“

Schloss Schwarzburg, Emporensaal mit Spuren des Umbaus 1940–42, IBA Thüringen, Thomas Müller

Schlösser und Gärten, Burgen, Klöster und andere Monumente sind, darüber herrscht Einigkeit, wichtige Zeugnisse und Schauplätze der Geschichte. Doch an deren Zeitgeschichte, deren Geschichte im 20. Jahrhundert denkt man meist nicht, wenn es um das höfische Erbe geht. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen möchte dies ändern. Schrittweise möchte sie die jüngste Geschichte dieser Denkmale sowie der Institutionen, die sich um deren Erhalt kümmern, erschließen und die Ergebnisse dieser Forschungen in die Öffentlichkeit tragen.  „Blick über den höfischen Tellerrand. Ein Forschungsprojekt zu den Schlössern im 20. Jahrhundert beginnt mit der Tagung „Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus““ weiterlesen